Werder Bremen stand in der Fußball-Bundesliga ganz kurz vor dem Absturz auf Platz 16 – dann kamen die vierte Minute der Nachspielzeit und Keke Topp, der seinem Team gegen Borussia Mönchengladbach doch noch einen Punkt bescherte.

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“Wir haben aber bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir diesen einen Punkt dann noch holen.” Zur Kritik an seiner Person sagte Steffen: “Ich freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit und hoffe, dass die noch lange geht. Ich gehe davon aus, dass ich Werder-Trainer bin und bleibe.”

Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz ließ die Zukunft von dagegen Steffen offen. “Wir haben zehn Spiele nicht gewonnen, es ist natürlich klar, dass wir uns erstmal hinsetzen und das besprechen müssen”, sagte er. Ein klares Bekenntnis zu Steffen vermied Fritz angesichts des Absturzes in die Abstiegszone auch auf Nachfrage: “Wir müssen das erstmal sacken lassen und dann analysieren wir das zusammen. Es ist wichtig, dass wir das erstmal für uns einordnen.”

Dass es keinen fußballerischen Leckerbissen geben würde, das war allen klar. Der Druck war beiden Teams anzumerken, sie begannen sehr konzentriert und neutralisierten sich zunächst. Ziel war es, den Gegner im Spielaufbau zu stören und ein frühes Gegentor zu verhindern, und das funktionierte auch – zulasten von Torchancen.Die erste hatten die Gladbacher. Nach einer zu kurz geklärten Ecke zog Rocco Reitz ab, sein Schuss aus 16 Metern landete aber neben dem Tor. Wenig später meldeten sich dann auch die Bremer vorne an. Bei einem schnellen Gegenstoß steckte Samuel Mbangula den Ball auf Jusi Njinmah durch, doch der scheiterte aus spitzem Winkel am Gladbacher Torwart Moritz Nicolas. Das war es dann aber auch aus Halbzeit eins, in der beide Teams kein Risiko eingingen und die deshalb arm an Höhepunkten war.

Im zweiten Durchgang hatte Bremen den besseren Start. Kurz nach dem Wiederanpfiff musste Gladbach-Torwart Nicolas einen strammen Schuss von Yukinari Sugawara aus 18 Metern entschärfen. Wenig später köpfte Karim Coulibaly den Ball in Richtung des langen Pfostens, wo erneut der einschussbereite Japaner das Leder nur ganz knapp verpasste. Gladbach ließ sich in der Folge hinten reindrängen, verlor sehr schnell den Ball und sorgte kaum für Entlastung.

Mitten hinein in die Bremer Drangphase traf Gladbach aus dem Nichts. Über Reitz und Franck Honorat ging es über die rechte Seite schnell nach vorne. Der Ball kam in die Mitte zu Tabakovic, der nur noch einschieben musste.

Werder zeigte sich unbeeindruckt und machte weiter Druck auf Gladbach. Die Borussen waren ausschließlich in der Defensive beschäftigt. Doch so richtig zwingend war das nicht, so sehr sich Bremen auch abmühte.In der 84. Minute waren die Grün-Weißen dann im Pech, als Senne Lynen mit einem satten Schuss aus der zweiten Reihe nur den Pfosten traf. Kurz danach musste Nicolas bei einem Schuss von Olivier Deman alles aufbieten.Gladbach stand weiter unter Dauerdruck und in der Nachspielzeit war es dann passiert. Bei einer Ecke bekamen die Borussen den Ball nicht geklärt und Topp traf mit einem satten Schuss. Der verdiente Ausgleich. Bitter für die Borussia: Shuto Machino hatte kurz vor dem Gegentreffer bei einem Konter das 2:0 auf dem Fuß.

Startaufstellungen:
SV Werder Bremen: Backhaus – Malatini, Friedl, Coulibaly – Sugawara, Lynen, Deman, Schmid, Stage – Njinmah, Mbangula
Trainer: Horst Steffen

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Chiarodia – Scally, Engelhardt, Netz, Reitz, Neuhaus – Honorat, Tabakovic
Trainer: Eugen Polanski

Schiedsrichter: Felix Zwayer

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