In der Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt trotz Unterzahl in der Schlussphase dem mittlerweile fast hoffnungslosen Tabellenletzten 1. FC Heidenheim den nächsten Schlag versetzt. Am 26. Spieltag siegten die Frankfurter mit 1:0 (0:0). Den Treffer des Tages erzielte Arnaud Kalimuendo (53. Minute) per Seitfallzieher im Getümmel nach einem ruhenden Ball. Heidenheim gab nicht auf, konnte aber auch die Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte gegen Robin Koch (73.) nicht nutzen.

Alle Highlights aus erster und zweiter Bundesliga findet ihr immer ab Montagmorgen 0 Uhr in der ARD-Mediathek und auf sportschau.de: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/index.html

Wir freuen uns auf euer Abo bei Instagram: https://www.instagram.com/sportschau

Checkt unsere Website aus: https://www.sportschau.de

Unsere Sportschau-Themenwelt in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sport/

Durch den Sieg hat Frankfurt 38 Punkte auf dem Konto und bleibt auf leichter Tuchfühlung mit Leverkusen (45) auf dem ersten Europapokal-Rang sechs. Heidenheim (14) ist nach wie vor abgeschlagener Tabellenletzter.

“Ärgerlich, knapper geht es kaum, ein knappes Spiel. Wir haben lange Zeit gar nichts zugelassen. Aber leider nutzt dann Frankfurt den Standard”, sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt am Sportschau-Mikrofon: “1:0 verloren, das hätte auch ein Punkt sein können.” Seine Mannschaft habe “alles probiert”.

Gleich zu Beginn kristallisierte sich die erwartbare Rollenverteilung heraus. Frankfurt übernahm die Kontrolle. Drei Viertel der Ballbesitzanteile münzten die Gastgeber in den ersten 15 Minuten aber nur in einen Torschuss von Hugo Larsson um, zuvor freigespielt durch einen feinen Hacken-Ableger von Kalimuendo. FCH-Torwart Diant Ramaj parierte (13.).

Die Eintracht agierte danach ratlos ob des konsequenten Abwehrpressings der Gäste. Eine zündende Idee blieb aus, das Team von Trainer Albert Riera agierte zu statisch – auch weil es kaum Angebote in Form von tiefen Läufen aus der Offensivabteilung gab.

Bezeichnend für die erste Hälfte: Frankfurts Abwehrchef Koch hatte 87 Ballaktionen, Angreifer Kalimuendo nur zehn. Larssons Abschluss blieb der einzige der drei SGE-Schüsse, der auch aufs Heidenheimer Tor kam. Die Gäste verbuchten in Hälfte eins keinen einzigen Torschuss.

Und so brachte im zweiten Durchgang folgerichtig ein Standard die Erlösung aus Sicht der SGE. Fares Chaibi flankte nach einem Doppelpass mit Jean-Matteo Bahoya auf den langen Pfosten. Von Heidenheims Hennes Behrens kam der Ball unfreiwillig ins Zentrum, wo Koch gegen Patrick Mainka höher sprang. Der Ball rutschte durch zu Kalimuendo, dieser traf per Seitfallzieher.

Kurzzeitig machten sich Zweifel breit, ob es ein legitimes Tor war. Denn Mainka war nach dem Luft-Zweikampf mit Koch am Boden liegen geblieben. Der VAR schritt jedoch nicht ein. Nach einer schnellen Behandlung konnte Mainka weitermachen.

Danach erwies sich Heidenheim als bockiger Gegner. Behrens luchste mit Körpereinsatz Ayoube Amaimouni-Echghouyab den Ball ab. Beim Konter flitzte Sirlord Conteh los, war allein auf weiter Flur und überlupfte Eintracht-Torwart Michael Zetterer.

Die Frankfurter beschwerten sich, plädierten zunächst auf Foul gegen Amaimouni-Echghouyab. Aberkannt wurde der Treffer aber nach VAR-Intervention wegen einer Abseitsstellung von Conteh (70.). Und die war denkbar knapp: Nur Contehs vordere Schulter war beim Durchstarten offenbar in der Frankfurter Hälfte gewesen und damit vor dem Fuß seines Gegenspielers.

Eine Millimeterentscheidung, die auch auf den Bildern kaum aufzulösen war. Laut Regelwerk kann mit dem Arm kein Tor erzielt werden, weshalb die Armposition für Abseitsentscheidungen keine Rolle spielt. Mit der Schulter können Spieler aber ein Tor schießen – und das Schiedsrichterteam machte auf den Bildern Contehs Schulter als im Abseits befindliches Körperteil aus.

Heidenheim ließ sich davon aber nicht entmutigen. Eren Dinkci verzog aus erstklassiger Position am Fünfmeterraum leichtfertig über das Tor (73.). Frankfurt war gefordert, die Kontrolle zurückzugewinnen.

Da half es erstmal nicht, dass Abwehrspieler Koch im Mittelfeld Mikkel Kaufmann ruppig abräumte und mit Gelb-Rot in die Kabine musste. Die Schlussviertelstunde in Überzahl konnte Heidenheim jedoch nicht nutzen. FCH-Joker Omar Traoré versuchte es noch mal von der Strafraumkante. Sein strammer Schuss zischte knapp an Zetterer, aber auch am Tor vorbei (87.).

Startaufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Zetterer – Collins, R. Koch, Amenda, Brown – Larsson, Doan, Chaibi, Amaimouni-Echghouyab, Bahoya – Kalimuendo
Trainer: Albert Riera

1. FC Heidenheim: Ramaj – Busch, P. Mainka, Gimber, Behrens – Schöppner, Kerber, Dorsch, Dinkci, Ibrahimovic – Zivzivadze
Trainer: Frank Schmidt

Schiedsrichter: Harm Osmers

#bundesliga #sportschaubundesliga #SGEFCH

NIHON2020.COM