Borussia Mönchengladbach hat mit einem Sieg gegen Union Berlin im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein Lebenzeichen gesendet. Der Siegtreffer fiel durch einen Strafstoß in der Nachspielzeit.
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Vor 52.488 Fans im Borussia-Park besorgte Kevin Diks in der vierten Minute dieser Nachspielzeit den vielumjubelten Siegtreffer für die “Fohlen”. Die verbesserten sich in der Tabelle mit 25 Punkten auf Platz zwölf, Union ist mit 28 Zählern Zehnter.
Gladbach feierte damit nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg mal wieder einen Dreier und verschaffte sich damit ein wenig Luft im Abstiegskampf. Auch Trainer Eugen Polanski sitzt wieder fester im Sattel.
Vor der Partie standen die Borussen ordentlich unter Druck. Und nach einigen Minuten des Abtastens übernahm das Team das Kommando. Die erste gute Chance hatte Jens Castrop, der nach einem Pass von Rocco Reitz schon an Berlins Torwart Frederik Rönnow vorbei war, doch Christopher Trimmel blockte den Schuss aus spitzem Winkel noch. Wenig später setzte der 17-jährige Wael Mohya bei seinem Startelfdebüt aus 13 Metern einen Schuss über den Kasten, und dann prüfte Haris Tabakovic nach einer Ecke Torwart Rönnow mit einem Kopfball. Mohya wurde gegen Union zum jüngsten Startelf-Debütanten der Vereinsgeschichte.
Zeit, den Gladbachern den Wind aus den Segeln zu nehmen, dachten sich wohl die Berliner und das taten sie dann auch. Sie zogen sich in der Folge weit zurück, standen kompakt und machten die Räume eng. Gladbach tat sich damit schwer und wusste ein ums andere Mal nicht so recht wohin mit dem Plus an Ballbesitz. Die Borussen waren nicht zwingend genug und spielten recht umständlich in Richtung Union-Tor. Mehr als einige Halbchancen gab es deshalb nicht mehr. Was immer Gladbach auch versuchte, es prallte an der Berliner Abwehr ab.
Spannend wurde es erst wieder kurz vor der Pause. Die erste gute Chance hatte Union. Nach einem Freistoß bekam Gladbach den Ball nicht geklärt, und plötzlich tauchte Rani Kedhira frei vor Torwart Moritz Nicolas auf – der war aber einen Tick eher am Ball.
Und dann hätte Kevin Diks das 1:0 für Gladbach machen müssen. Nach einem strammen Schuss von Philipp Sander konnte Rönnow den Ball nicht festhalten, doch Diks brachte das Kunststück fertig, den Abpraller aus kurzer Distanz per Kopf über das Tor zu setzen.
Was das Niveau anging, wurde es in Halbzeit zwei zunächst nicht besser. Gladbach blieb im letzten Drittel limitiert, Berlin setzte weiter auf eine kompakte Abwehr. Sander und Castrop versuchten es mal aus der Distanz, das war es dann aber auch. Nach einer Stunde war im Borussia-Park Langeweile angesagt. Gladbach war einfach nicht zwingend genug, die “Eisernen” warteten seelenruhig auf ihre Chance.
Danach war Gladbach im Pech, als ein Tor von Diks nicht zählte, weil Reitz in der Entstehung im Abseits gestanden hatte. Die Borussen reagierten trotzig auf die Entscheidung des Schiedsrichterteams um Matthias Jöllenbeck. Sie hatten ihre beste Phase und bekamen erstmals so richtig Tempo auf den Rasen. Die Köpenicker hielten dem Druck aber Stand.
Doch Gladbach ließ nicht locker. In der Schlussphase flog Flanke um Flanke in den Berliner Strafraum. Nach 80 Minuten rutschte eine von ihnen durch zum eingewechselten Hugo Bolin, doch der schloss aus 13 Metern zu überhastet ab und verzog. Danach scheiterte Shuto Machino aus drei Metern an Rönnow, der einen von Reitz noch abgefälschten Schuss nach vorne hatte abprallen lassen.
Und dann traf Gladbach doch noch, wenn auch nicht aus dem Spiel heraus. Stanley Nsoki erwischte Bolin auf der Strafraumlinie, nach VAR-Überprüfung zeigte Jöllenbeck auf den Punkt und Diks verwandelte den Strafstoß.
Startaufstellungen:
Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt, Mohya, Castrop – Honorat, Tabaković
Trainer: Eugen Polanski
1. FC Union Berlin: Rønnow – Doekhi, Querfeld, Nsoki – Trimmel, Khedira, Kemlein, Köhn – Schäfer, Jeong – Burke
Trainer: Steffen Baumgart
Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck
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