Borussia Mönchengladbach ist gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim nicht über ein Remis hinausgekommen und hat damit einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Beim 2:2 am 28. Spieltag im Borussia Park trafen Wael Mohya (16. Minute) und Franck Honorat (74.) für die Gladbacher, Patrick Mainka (26.) und Marnon Busch (64.) besorgten die Tore für die Gäste.
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In der Tabelle liegen die Gladbacher mit jetzt 30 Punkten auf Rang 13 und verpassten im Abstiegskampf einen großen Schritt. Das Polster auf Rang 16 beträgt vorerst sechs Zähler, könnte aber am Sonntag auf drei Punkte zusammenschrumpfen. Die Heidenheimer bleiben trotz eines weiteren Achtungserfolges mit 16 Zählern Schlusslicht. Der FCH wartet jetzt seit 15 Spielen auf einen Sieg.
“Wir hätten den Sieg verdient gehabt”, sagte Heidenheims Coach Frank Schmidt im Sportschau-Interview. “Wir haben das Spiel nach dem Ausgleich komplettt kontrolliert, es nur verpasst, die Vorentscheidung zu machen.”
Gladbachs Coach Eugen Polanski zeigte sich am Sportschau-Mikrofon dünnhäutig – nicht nur bei der Frage, warum er Top-Torjäger Haris Tabakovic erst nach 70 Minuten brachte. Polanski wollte sich auch auf keine Rechenspielchen einlassen. “Wir wissen, dass wir um den Klassenerhalt spielen, schon die ganze Zeit. Wir hätten heute gerne gewonnen.”
Die Gladbacher übernahmen von Beginn an die Initiative und hatten viel Ballbesitz, die erste Chance des Spiels hatten aber die Heidenheimer. Bei einem schnellen Umschalt-Angriff über die rechte Seite kam Eren Dinkci aus acht Metern zum Schuss, Rocco Reitz blockte kurz vor der Torlinie den Ball. Damit war auch die Marschrichtung beider Teams klar: Gladbach versuchte, Druck aufzubauen, Heidenheim setzte auf Konter.
Die Borussen setzten ihren Plan zunächst besser um. Nach einem hohen Ballgewinn von Jens Castrop kam das Leder über Franck Honorat und erneut Castrop zum erst 17 Jahre alten Mohya, der sofort abzog. Torwart Diant Ramaj war noch dran, der Ball kullerte aber über die Linie ins Tor. Da hatte Heidenheim die “Fohlen” zum Toreschießen eingeladen – und die nahmen dankend an.
Die Führung hielt indes nicht lange. Einen Freistoß von der rechten Seite brachte Niklas Dorsch scharf an den Fünfer, dort stieg Mainka hoch und setzte den Ball punktgenau ins Eck. Da war Gladbachs Defensive nicht konsequent genug.
Der FCH blieb dran, lieferte Gladbach in der Folge ein Duell auf Augenhöhe und spielte mutig nach vorne. Ins Gladbacher Angriffsspiel kam ein Bruch und hinten wurden die “Fohlen” fehlerhafter. Kurz vor der Pause tauchte Mathias Honsak frei vor dem Tor auf, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Gladbach-Torwart Moritz Nicolas. Der war dann auch noch bei einem satten Schuss von Mainka aus 14 Metern gefordert. So gerade noch konnte der Keeper den Ball um den Pfosten lenken. Mit 1:1 ging es in die Pause.
Auch nach dem Wiederanpfiff waren die Heidenheimer wacher, Gladbach wirkte lethargisch und passiv und schien das Selbstbewusstsein in der Kabine gelassen zu haben. Das verstanden auch die Fans nicht, es gab erste Pfiffe.
Aus Gladbacher Sicht kam es so, wie es kommen musste. Marvin Pieringer spazierte durch die Gladbacher Abwehr, sein strammer Schuss wurde noch geblockt, fiel dann aber Busch vor die Füße und der machte das 2:1.
Gladbach-Trainer Eugen Polanski brachte in der Schlussphase neben Tabakovic auch Hugo Bolin – und es wurde besser. Der Ausgleich war dennoch eher ein Zufallsprodukt. Da bekamen die Heidenheimer den Ball einfach nicht geklärt, Kevin Diks wurde gleich zweimal geblockt. Irgendwie landete das Leder dann bei Honorat, und der hatte das Glück, dass sein Schuss auch noch abgefälscht wurde und unhaltbar im Tor landete.
Gladbach war in der Folge nah dran am Siegtreffer. So musste Torwart Ramaj gleich mehrmals gegen Tabakovic und Co. retten. Am Ende blieb es aber beim 2:2.
Startaufstellungen:
Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Reitz, Engelhardt, Scally, Castrop, Honorat, Mohya – Machino
Trainer: Eugen Polanski
1. FC Heidenheim 1846: Ramaj – Busch, Föhrenbach, P. Mainka, Behrens – Niehues, Dinkci, Dorsch, Honsak – Zivzivadze, Pieringer
Trainer: Frank Schmidt
Schiedsrichter: Bastian Dankert
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